So sieht der Dachboden eines Altonaer Hochhauses mit super Hafenblick noch aus. Wände und Decken vollkommen verrußt, mitten drin ein abgebrannter Rollstuhl. Kommt aber bald weg, weil die oberen Stockwerke abgerissen werden sollen.
So sieht der Dachboden eines Altonaer Hochhauses mit super Hafenblick noch aus. Wände und Decken vollkommen verrußt, mitten drin ein abgebrannter Rollstuhl. Kommt aber bald weg, weil die oberen Stockwerke abgerissen werden sollen.
Als sporadischer Teilnehmer am Breitensport Ego-Googeln — Heise Online weiß: “nicht immer ist pure Eitelkeit das Motiv” — checke ich also hin und wieder, welchen ersten Eindruck Internet-Suchende von mir bekommen. Aus purer Eitelkeit natürlich. Und siehe da: Auf dem zweiten Platz bei google.com ist meine Autoren-Seite bei BusinessWeek gelandet. Dass ich so etwas überhaupt habe!

BusinessWeek-Screenshot: Freude über das ß aus purer Eitelkeit
Von dort gelangt man zu meinem Ende September erschienenen Artikel Pirates Score Big in German Election, der zuerst auf Spiegel Online stand, dann für unsere englische Seite übersetzt wurde und schließlich bei BusinessWeek gelandet ist, “as part of a special agreement”.

Das ist der Bahnhofsvorplatz von Buffalo-Depew, wo man halt aussteigt, wenn man mit dem Lake Shore Limited aus Chicago kommt — ein Bahnsteig ohne Überdachung mitten im Nichts. In der Stadt gibt’s die noch kleinere Buffalo-Exchange Street Station, dort fahren aber nur zwei andere Linien Richtung Kanada auf einem einzelnen traurigen Gleis. In großzügig bemessenen Intervallen klappert ein Bus Richtung City. Der fährt immerhin schön durchs Industrierandgebiet und ziemlich abgerockte Wohnviertel, so dass man sich während der Fahrt schonmal an den Anblick von vernagelten Fenstern verlassener Gebäude gewöhnen kann. Die Trostlosigkeit steigert sich immer weiter, bis zur vollkommen verwaisten Main Street von Buffalo, wo auf einem Kilometer kein Geschäft mehr existiert. Eine kostenlose Straßenbahn, bepflanzte Blumenkästen und ein paar Herumirrende mit viel Tagesfreizeit und Plastiktüten, das ist schon alles.





Innenstadt kaputt, was nun? Aktuell ist geplant, Autos in die Fußgängerzone zurückzuholen, damit nicht nur leere Straßenbahnen auf der Main Street unterwegs sind. Wobei hinter den Läden, in der Parallelstraße, jede Menge Parkmöglichkeiten sind. Also man kommt auch jetzt mit einem Auto zu den leerstehenden Geschäften. Das ist überhaupt sehr verstörend, dass da kaum jemand auf der Straße unterwegs ist. Morgens, Mittags, Abends. Ich dachte erst, es liegt an Ferien oder sowas — aber nein, ist halt so. Ein paar Blocks weiter gibt’s ein lebendiges Viertel mit vielen kleinen Geschäften und Restaurants, unten am Wasser wird ein ganzes Viertel umgebaut und entwickelt, da könnte was gehen, schicke Verkaufsflächen, Blick auf den See. In der Main Street hingegen mittelgroße abgerockte Läden mit Blick auf pressholzplattenvernagelte Fenster gegenüber. Das wird so schnell nicht mehr.

Früher war alles besser: Das über 100 Meter hohe Art-Déco-Protzrathaus erinnert an Zeiten, in denen Buffalo wichtiger Handelsknotenpunkt war und die Stahlindustrie noch funktionierte. Das liegt einige Jahrzehnte zurück, seitdem sind ein Drittel der ursprünglichen Bewohner weggezogen und es gibt, nun ja, diverse Immobilien in ehemals bester Lage zu attraktiven Preisen.
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