Notizen. Mein privates Weblog
Shallow depth of field
Frost, Schneemassen, Streusalz und eine vielbefahrene Straße sind Schuld: An der Holstenstraße in Hamburg stehen Dutzende Fahrräder, die den Winter nicht überlebt haben. Ich habe meine Kette geölt und bin hingeradelt, um mit der Tiefenunschärfe bei f/2.8 zu übertreiben.
Drecksräder-Set auf Flickr
Vor dem Rückbau
So sieht der Dachboden eines Altonaer Hochhauses mit super Hafenblick noch aus. Wände und Decken vollkommen verrußt, mitten drin ein abgebrannter Rollstuhl. Kommt aber bald weg, weil die oberen Stockwerke abgerissen werden sollen.
Mein Jahr in Städten 2009

Die besten Desserts der Spiegel-Kantine, häufig übersprungene Songs in iTunes, fieseste Momente mit — was ich nicht alles verlisten wollte! Immerhin eine Aufzählung gibt’s doch noch. Mindestens eine Nacht habe ich dieses Jahr in einer der folgenden Städte verbracht:
Berlin
Boston
Buffalo
Chicago
Hamburg
Kioto
Leipzig
New York
Tokio
Washington
Konzern-Quiz: Kennen Sie Deutschlands heimliche Riesen?
Sie beschäftigen Zehntausende Mitarbeiter und machen Milliarden Euro Umsatz – doch in die Nachrichten kommen Unternehmen wie Symrise, Krones oder Leoni nur selten. Testen Sie im SPIEGEL-ONLINE-Quiz Ihr Wissen über die unbekannten Größen der deutschen Wirtschaft.
Mein Tag mit Spiegel Online
- Millionen-Bankraub:
US-Ermittler jagen Hacker aus Osteuropa - Datenmissbrauch:
Bundesagentur verteidigt ihre Jobbörse - Zusammengebrochene Fonds:
US-Gericht spricht Milliarden-Zocker frei - Konjunkturschub:
Europas Wirtschaft vertraut auf rasche Erholung - Umfrage:
Eltern wollen Extra-Kindergeld dem Nachwuchs vorenthalten - Versteckte Preiserhöhung:
Konzerne tricksen bei Lebensmittel-Packungen - Tiefrote Zahlen:
Staatsbank HRE verliert 1,7 Milliarden Euro - Kräftiges Wachstum:
China kämpft sich aus der Wirtschaftskrise - Geld für GM:
Deutsche Industrie protestiert gegen Staatshilfen für Opel - Qualifizierung:
Kurzarbeiter verweigern Weiterbildung - Neue Aufgaben:
Sparkassen wollen Großkonzerne finanzieren - Trotz GM-Absage:
Magna plant neue Geschäfte mit Opel
Ich und BusinessWeek
Als sporadischer Teilnehmer am Breitensport Ego-Googeln — Heise Online weiß: “nicht immer ist pure Eitelkeit das Motiv” — checke ich also hin und wieder, welchen ersten Eindruck Internet-Suchende von mir bekommen. Aus purer Eitelkeit natürlich. Und siehe da: Auf dem zweiten Platz bei google.com ist meine Autoren-Seite bei BusinessWeek gelandet. Dass ich so etwas überhaupt habe!

BusinessWeek-Screenshot: Freude über das ß aus purer Eitelkeit
Von dort gelangt man zu meinem Ende September erschienenen Artikel Pirates Score Big in German Election, der zuerst auf Spiegel Online stand, dann für unsere englische Seite übersetzt wurde und schließlich bei BusinessWeek gelandet ist, “as part of a special agreement”.
Buffalo is For Sale

Das ist der Bahnhofsvorplatz von Buffalo-Depew, wo man halt aussteigt, wenn man mit dem Lake Shore Limited aus Chicago kommt — ein Bahnsteig ohne Überdachung mitten im Nichts. In der Stadt gibt’s die noch kleinere Buffalo-Exchange Street Station, dort fahren aber nur zwei andere Linien Richtung Kanada auf einem einzelnen traurigen Gleis. In großzügig bemessenen Intervallen klappert ein Bus Richtung City. Der fährt immerhin schön durchs Industrierandgebiet und ziemlich abgerockte Wohnviertel, so dass man sich während der Fahrt schonmal an den Anblick von vernagelten Fenstern verlassener Gebäude gewöhnen kann. Die Trostlosigkeit steigert sich immer weiter, bis zur vollkommen verwaisten Main Street von Buffalo, wo auf einem Kilometer kein Geschäft mehr existiert. Eine kostenlose Straßenbahn, bepflanzte Blumenkästen und ein paar Herumirrende mit viel Tagesfreizeit und Plastiktüten, das ist schon alles.





Innenstadt kaputt, was nun? Aktuell ist geplant, Autos in die Fußgängerzone zurückzuholen, damit nicht nur leere Straßenbahnen auf der Main Street unterwegs sind. Wobei hinter den Läden, in der Parallelstraße, jede Menge Parkmöglichkeiten sind. Also man kommt auch jetzt mit einem Auto zu den leerstehenden Geschäften. Das ist überhaupt sehr verstörend, dass da kaum jemand auf der Straße unterwegs ist. Morgens, Mittags, Abends. Ich dachte erst, es liegt an Ferien oder sowas — aber nein, ist halt so. Ein paar Blocks weiter gibt’s ein lebendiges Viertel mit vielen kleinen Geschäften und Restaurants, unten am Wasser wird ein ganzes Viertel umgebaut und entwickelt, da könnte was gehen, schicke Verkaufsflächen, Blick auf den See. In der Main Street hingegen mittelgroße abgerockte Läden mit Blick auf pressholzplattenvernagelte Fenster gegenüber. Das wird so schnell nicht mehr.

Früher war alles besser: Das über 100 Meter hohe Art-Déco-Protzrathaus erinnert an Zeiten, in denen Buffalo wichtiger Handelsknotenpunkt war und die Stahlindustrie noch funktionierte. Das liegt einige Jahrzehnte zurück, seitdem sind ein Drittel der ursprünglichen Bewohner weggezogen und es gibt, nun ja, diverse Immobilien in ehemals bester Lage zu attraktiven Preisen.
Monkey Puzzle in Hamburg



Ich habe heute ein Fossil besucht: Den Monkey Puzzle im Jenischpark. Araucaria araucana ist eine der ältesten Baumfamilien der Welt, je nach Quelle gab es sie schon vor 90 oder sogar 180 Millionen Jahren. Die Bäume werden über tausend Jahre und auch schon Mal doppelt so alt und sind in den Anden zu Hause, in Südchile und Patagonien. Weil das Holz gut zu bearbeiten ist, wird der Affenschwanzbaum gerne — auch illegal — gefällt. Er wird deshalb auf der Roten Liste als “gefährdet” geführt. In Europa wachsen Monkey Puzzles seit etwa Mitte des 18. Jahrhunderts zur Belustigung in Parks.
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