Thunderstorms: Seit Tagen fieses Wetter in New York …
Thunderstorms: Seit Tagen fieses Wetter in New York …
Während hier die Vorbereitungen für die nächste große Reise laufen (diesmal geht’s, wenn der Zahnarzt nicht noch interveniert, in die entgegengesetzte Richtung), hier schnell drei Bilder vom Tokio-Trip Anfang April. Mehr Bilder, einige standen hier schon im Blog, und noch viel mehr dann bald auf Flickr. Außerdem hat David mit einem analogen Fischauge geknippst.

Tokio bei Nacht: Neon Golden
Ich habe nun eine eigene, eigene, eigene Facebook-Adresse. Sprechend. Personalisiert. Was gerade noch unter facebook.com/profile.php?id=1030000426 zu erreichen war, ist nun facebook.com/ole.reissmann. Wahnsinn! Das ist ungefähr so bahnbrechend und wegweisend wie eine Apple-Präsentation, auf der ein neues iPhone bejubelt wird, das endlich auch telefonieren kann (oder halt gute Fotos machen oder einem Laptop ins Internet bringen). Leider konnte ich mein Vanity-Wunschprogramm, auf den von mir mehr oder weniger genutzten Seiten als “oler” vertreten zu sein, nicht fortsetzen: Vier Buchstaben reichen nicht.
Die gesunde Portion Paranoia nach dem neuerlichen Facebook-Ausflug habe ich mir dann bei der erneuten Lektüre von Tom Hodgkinsons Guardian-Artikel “With friends like these …” geholt.

Don’t keep calm and carry on. Get excited and make things. Poster von Matt Jones (CC-Lizenz).

Zum Ende von medienlese.com: Was für ein Spaß. Fast zwei Jahre habe ich, die eckige schwarze Hornimitatbrille auf der Nase, was mit Medien gemacht. Gegen Geld aus der Schweiz.
Als ich damit anfing kam vom Verlag die Ansage: Macht mal, ihr seid unser Prestigeprojekt (auch wenn die FAZ dahinter ein Fragezeichen setzt), wir ahnen schon, dass man mit Gadgets, Games und Gedöns mehr Werbung verkaufen kann. Nur regelmßig sollte gebloggt werden. Eingependelt haben wir uns zwischen zwei und drei Postings pro Tag, stetig, aber nicht atemlos und allumfassend. Rückblickend freue ich mich über viele Geschichten, die wir ohne Aufregung gemacht haben – und vor allem über viele Meldungen und Gerüchte, von denen wir die Finger gelassen haben. Und wir haben uns nicht ausgezogen.
Wir wollten kein Branchendienst wie Turi2 sein, keine klassische Medienseite mit Fernseh-Fokus, kein Krawall-Blog. Stattdessen haben wir über Medien geschrieben, nicht nur für Insider. Über die Zukunft des Journalismus und über die Herausforderungen des Internets. Das hat zuletzt mehr als 3500 Leser täglich interessiert, darunter viele Journalisten und Verlagsleute, und oft zu interessanten Kommentaren und Diskussionen geführt.
Die Einstellung ist natürlich ärgerlich. Hätte man nicht, wir sollten, man müsste – und haben wir es uns im täglichen Blogbetrieb etwas zu gemütlich gemacht? Es nagen Fragen. “Bla-bla-Blog casht nicht”, hat mir ein Freund und Kollege als Zeile für einen Nachruf vorgeschlagen. Nun, so ist es.
Ich wünsche Peter, Pit, Lea, Florian und allen Blogwerk-Mitarbeitern alles erdenklich Gute. Es hat mir Freude bereitet, mit Euch zusammenzuarbeiten. Vielen Dank für alles. Riesendank auch dem medienlese.com-Team. Ronnie wird, wenn er erst aus Indien zurück ist, bis Oktober mit “6 vor 9″ weitermachen. Klaus bloggt in der Sargnagelschmiede und auf Stilstand.de. Carolin schreibt nicht nur ihre Abschlussarbeit.
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