13 Treffer zu "Castor-Transport"
Ausgezeichnet!

Mein erster Preis: Die Berichterstattung von den Anti-Castor-Protesten im vergangenen Jahr auf Spiegel Online, die Maria Marquart und ich vorbereitet und zu einem guten Teil auch gestemmt haben, wurde mit dem Axel Springer Preis für junge Journalisten ausgezeichnet. Wir haben den dritten Platz in der Kategorie Internet geholt! Woohoo! Was natürlich ohne die großartige Unterstützung unserer großartigen Kollegen gar nicht möglich gewesen wäre. Danke, Danke, Danke.
600 Trecker, 50.000 Demonstranten, zwei Sitzblockaden: Die Anti-Atom-Proteste sorgten dafür, dass der Castor-Transport teuer und langwierig wurde. Ole Reißmann berichtete für SPIEGEL ONLINE aus dem Wendland.
In Gorleben blockierten Tausende den Castor. Da kommt Lubmin in Mecklenburg-Vorpommern nicht mit: Schnee und eisige Kälte erschwerten der kleinen Demonstrantenschar den Protest. Trotzdem kam es zu ganz erheblichen Verzögerungen, bis der Atommüll-Transport sein Ziel erreichte.
Castor der Rekorde

Castor-Gegner im Wald bei Govelin (Mehr Fotos auf Flickr)
Insgesamt sechs Tage war ich im Wendland unterwegs und habe vom Castor-Transport berichtet. Ich bin mit den Schotter-Aktivisten sechs Kilometer durch den Wald gelaufen und wurde von Polizisten in den Dreck geschubst, nachts habe ich mit Tausenden Demonstranten auf dem Bahngleis bei Harlingen und vor dem Zwischenlager in Gorleben gefroren — und von Samstag bis Dienstag eher wenig geschlafen.
Der Einsatz begann am frühen Morgen: Bei den Protesten gegen den Castor-Transport hat die Polizei die Zufahrt zum Zwischenlager Gorleben geräumt. Die letzte Etappe hat begonnen – die Tieflader mit dem Atommüll sind in Richtung Gorleben unterwegs.
600 Trecker, 50.000 Demonstranten, zwei Sitzblockaden mit insgesamt 9000 Teilnehmern: Die Proteste im Wendland sorgten dafür, dass der jüngste Castor-Transport der bisher teuerste und langwierigste wurde. Bei ihrer gemeinsamen Bilanz feierten sich die Castor- und Atomkraftgegner selbst.
Der Einsatz dauerte die ganze Nacht, am frühen Morgen dann hat die Polizei die Sitzblockade von Anti-Atomkraft-Demonstranten nahe Hitzacker aufgelöst. Inzwischen hat der Castor die Verladestation Dannenberg erreicht. Viele Polizisten sind am Ende ihrer Kräfte.
Die Demonstranten haben sich extra frei genommen für die Castor-Blockade – sie wollen so lange aushalten wie möglich. Die Polizisten hingegen klagen: über den 20-Stunden-Dauereinsatz, miese Versorgung – und meuternde Wendländer.
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