70 Treffer zu "Medien"

Israel ist böse, Assad ein netter Politiker: In der ersten Sendung seiner neuen Talkshow lässt WikiLeaks-Gründer Julian Assange ausgerechnet den Hisbollah-Chef Hassan Nasrallah zu Wort kommen – weitgehend unwidersprochen.

17.4.2012 Spiegel Online

Laut, bunt, schnell: Die “Huffington Post” macht vor, wie man ein großes Web-Publikum mit Nachrichten unterhält – und mit abgeschriebenen News sowie unbezahlten Gastbloggern Geld spart. Nun soll die Site auch nach Deutschland kommen. Ein Weckruf für ängstliche Verleger?

2.11.2011 Spiegel Online

Wie Longreads, nur auf Deutsch: @gutetexte

Die Idee hinter @gutetexte ist so einfach, dass sie eigentlich mit dem Namen bereits fast erklärt ist. Über den Twitter-Account @gutetexte werden lesenswerte Texte in Deutscher Sprache weiterempfohlen, die im Netz frei zugänglich sind. Herausragende Artikel, die den Leser bewegen. Intellektuell oder emotional, am besten beides zusammen.

Inspiriert ist @gutetexte vom großartigen Longreads, wo seit zwei Jahren herausragende Texte in englischer Sprache empfohlen werden. Für alle, die gerne lange, anregende Texte lesen, ist Longreads unverzichtbar. Schade ist einzig, dass Longreads keine deutschen Texte empfiehlt. Diese Lücke will @gutetexte schließen.

Hinter @gutetexte stehen David Bauer, einst Studienkollege von mir, heute als freier Journalist tätig, und ich. Wir beabsichtigen, den Kreis der Kuratoren in einem späteren Schritt zu erweitern, ab sofort nehmen wir natürlich Hinweise auf empfehlungswürdige Texte gerne entgegen.


Wer selber gute Texte entdeckt, darf uns gerne darauf aufmerksam machen. Per @reply an @gutetexte oder per E-Mail an gutetexte[at]gmail.com.

Sämtliche via @gutetexte empfohlenen Texte werden auf der Longreads-Seite von Gute Texte gesammelt.

Dies ist ein Crossposting von davidbauer.ch.

26.9.2011 Notizen

“Wired” den Anfängen

Das Papier super, die Bilder zu dunkel, die Inhalte ganz okay, Glückwunsch an die Redaktion — und doch muss ich noch etwas zur deutschen “Wired” loswerden. Gleich mehrfach sehen Werbeanzeigen so aus wie der eigentliche Inhalt des Hefts. Muss das so jetzt so sein?

Zum ersten Mal richtig aufgefallen ist mir das vor einigen Jahren bei der “Monocle”, wo solch ein Unsinn auch hingehört. Über einigen Seiten, die sich mit weiteren Lobeshymnen nur nahtlos an die Business-Class-Bespaßung anschließen, ist dort zu lesen:

Firma × Monocle

Das bedeutet dann: bezahlt, sieht aber absichtlich so aus, als käme es von der Redaktion. Firma und Produkt finden wir okay, dieser Eindruck entsteht. Bei der deutschen “Wired” sieht das ganz ähnlich aus, hier heißt es:

Wired × Promotion

Natürlich sind diese Anzeigen als solche gekennzeichnet. Nur fällt das kaum auf, wenn die Seiten mit Grafiken vollgepflastert sind und eben so aussehen wie redaktionelle Artikel. Als es mir dann doch auffiell, war meine Reaktion umso heftiger. So in Richtung: Türlich, türlich, sicher Dicker. Das könnte man als Reflex eines Medienschaffenden abtun. Ich glaube aber, dass es vielen Lesern ähnlich geht — und dass man sich damit keinen Gefallen tut, weder als Unternehmen, noch als Verlag. Als Redaktion sowieso nicht.

Noch mehr reaktionäre und erzkonservative Spießer gegen die zeitgemäße Werbeform “Advertorial”: Felix Schwenzel schreibt von “Rentnerfallen”, und dass entweder Leserverwirrung Prinzip sei oder Artdirector Markus Rindermann ein Faible für aktuelle Werbetrends habe. Stefan Winterbauer auf Meedia: “Richtig sauer aufgestoßen bei der Lektüre des deutschen Wired sind die zahlreichen, als Wired-Artikel und -Rubriken aufgemachten Promotion-Anzeigen.” Christian Stöcker auf Spiegel Online: “Kaum vom redaktionellen Inhalt zu unterscheidende vierseitige Autowerbung.” Rupert Sommer auf kress.de: “Die größte Herausforderung an Leser (…) ist es jedoch, die Tücken der Gestaltung im Hinterkopf zu bewahren: Die blass gedruckte Rubrizierung “Wired Promotion” setzt etwa eine vierseitige redaktionelle Anzeige, die sich wie ein Testbericht über BMW-Zukunftskonzepte liest, vom restlichen Heft ab.”

Konzilianter ist da schon Dominik Schottner, der in der “taz” von einem etwas aggressiven Product Placement schreibt. “Das aber, das muss man mit Blick auf den eigenen Technofuhrpark zugeben, ein wohl nicht wegzudiskutierender Teil des digitalen Lebens ist.” Die Pixel-Taz mit Verständnis für aggressive Werbung, die Welt kann so schön sein.

8.9.2011 Notizen

Eulenfotos und harte Nachrichten: Was Internet-Nutzer gerade anklicken und herumreichen, versuchen sogenannte Aggregatoren anhand von Links, Facebook-Empfehlungen und Bewertungen festzustellen. SPIEGEL ONLINE stellt zehn solcher Buzz-Melder vor.

7.9.2011 Spiegel Online

Nach dem Daten-Debakel bei WikiLeaks fordert ein CDU-Rechtspolitiker eine Einschränkung der Pressefreiheit – Justizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger sieht den Fehler allein bei der Enthüllungsplattform. Sie betont die Rolle unabhängiger Medien für die Demokratie.

2.9.2011 Spiegel Online

Julian Assange wollte mit WikiLeaks den Journalismus revolutionieren, anonyme Informanten sollten im Internet sicher Missstände offenlegen. Doch das aktuelle Datendebakel hat die Schwachstellen des Prinzips offenbart. Haben Whistleblower-Plattformen noch eine Zukunft?

1.9.2011 Spiegel Online

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