70 Treffer zu "Medien"
250.000 Botschaftsdepeschen sind unredigiert im Netz zu finden, Informanten der US-Diplomaten müssen um ihr Leben fürchten. Doch was bedeutet das WikiLeaks-Debakel für die Zukunft von Leaking-Plattformen? Ist WikiLeaks jetzt am Ende? Antworten auf die wichtigsten Fragen.
Gamer haben lange Haare und stinken
… hat die RTL-Sendung “Explosiv” herausgefunden. In einem Bericht zur Gamescom wird ordentlich über Computerspieler hergezogen:
[Update: Video wurde gelöscht, hier gibt's eine Alternative]
Bevor sich jetzt jemand aufregt – so geht halt Boulevardfernsehen, mal sind es die Gamer, am nächsten Tag Dicke oder Sozialhilfeempfänger.
Nervös, gehetzt und atemlos: Die ARD entdeckt das Web, ein neues Verbrauchermagazin soll Surfer über Risiken und Gefahren aufklären. So viel hat man sich für die Sendung vorgenommen, dass letztlich nicht viel Zeit für Erklärungen bleibt – nur dumpfe Angstmacherei.
Sportbildverpixelung
Die “taz” macht Werbung auf Sportfotos unkenntlich, weil sie nichts am Abdruck der Firmenlogos verdient und die Kommerzialisierung des Profisports sowieso grundübel ist. Nur ist das leider völliger Blödsinn.

Den Menschen wird zuviel Werbung zugemutet, hat die Berliner “taz” beschlossen. Deswegen, und weil Durchökonomisierung im Sport um sich greift, pixelt sie auf Sportfotos nun die Logos der Sponsoren. Was eine Woche lang ausprobiert wurde, soll nun die Regel werden, meldet das Hausblog der Zeitung. Warum dann allerdings auf taz.de immer noch Anzeigen blinken, wird dort nicht erklärt. Ach so, vielleicht kann die “taz” das Geld ja gebrauchen, für ihre Mitarbeiter, für guten Journalismus.
Warum werden dem Sport die Einnahmen eigentlich nicht gegönnt? Dort werden schließlich nicht nur Spitzengehälter für einige wenige Spieler bezahlt, sondern neue Stadien gebaut, der Breitensport gefördert, gute Ausrüstung angeschafft. Und nur, weil die “Bild” mit Werbung gut verdient, beschließt die “taz” nicht angeekelt ein Werbeverbot im eigenen Blatt.
Und dann wäre da noch die Berufsethik: Fotos, die im Kontext von Berichterstattung erscheinen, sollen doch bitte wahrhaftig sein und zeigen, wie sich die Szene dem Fotografen präsentiert hat. Der trifft dann immer noch eine Entscheidung, wählt Aufnahmetechnik und Motiv, dann kommt die Redaktion und sucht sich einen passenden Zuschnitt aus. Aber bei all diesen Entscheidungen gilt dann doch: Der Inhalt des Bildes wird nicht nachträglich verändert oder passend gemacht.
Das Verpixeln der Werbung ist ein solcher Eingriff. Nur wenn die “taz” schon keine Lust auf Werbung hat, sollte sie wenigstens konsequent sein.
Originalfoto: Gerhard Palnstorfer, CC-Lizenz
Auf Facebook beschimpfte er Kollegen als “Wichser” – das blieb nicht ohne Folgen: Der Betriebsratsvorsitzende der “Frankfurter Rundschau” ist über unbedachte Äußerungen in dem sozialen Netzwerk gestolpert. Mangelnde digitale Umgangsformen bringen immer wieder Menschen in Schwierigkeiten.
Ein Sicherheitsexperte entdeckt eine Schwachstelle, führt das Datenleck auf einer Konferenz vor: Der Journalist, der darüber berichtete, bekam Ärger mit der Polizei. Seinen Tablet-Rechner nahmen die Beamten mit.
Die Bibel der Deutschlehrer wird im Internet verschenkt: Der Rechtschreib-Duden lässt sich nun auch online durchsuchen. Das kostenlose Angebot ist praktischer als das dicke Nachschlagewerk – ein Geschäft will der Verlag trotzdem machen.
Media leaders on future of journalism and news (BBC)
Anne McElvoy (Economist), Alan Rusbridger (Guardian), Lionel Barber (FT), Peter Barron (Google) und Mark Thompson (BBC) über die Zukunft des Journalismus, WikiLeaks, Bürger-Reporter und das Internet.
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