Fünf tolle re:publica-Talks

Auf der re:publica habe ich natürlich wie ihr alle auch zu wenig Talks gesehen — und hole das nun nach. Hier sind fünf Talks, die ich gerne weiterempfehlen möchte:

Rin Räuber: Let’s go to Mars

Die Internationale Raumstation ist nur besseres Camping, wir müssen zum Mars! Keine Frage, jedenfalls nicht nach diesen 25 Minuten, in denen Rin Räuber uns an ihrer Mars-Begeisterung teilhaben lässt. Sie erzählt von bisherigen Missionen und wie sich die Nasa so eine Reise derzeit vorstellt. Kennedy hat vor 53 Jahren versprochen, dass bald Menschen auf dem Mond spazieren würden. Nun bittet uns Rin Räuber, allen von der Möglichkeit einer Marsreise zu erzählen – hiermit erledigt.

Moritz Metz: Wo das Internet lebt

Vom DSL-Modem über den Kasten auf der Straße durch den Ozean bis hin zu den Google-Servern: Der Radiomacher Moritz Metz hat für Arte, Zündfunk und Breitband das Internet bereist wie ein Datenpaket und auf dem Weg mit allerlei Leuten gesprochen. Ein sehr lustiger Talk, der Lust macht auf die komplette Serie.

Laura Sophie Dornheim: Todessternsünden

Völlerei ist eine ganze Staffel „House of Cards“ gucken, stundenlang durch Tumblr klicken und 35 Paar Schuhe bei Zalando bestellen. „Muss nicht sein und wäre sogar besser, wenn nicht“, sagt Laura Dornheim. Sie übersetzt die sieben Todsünden ins digitale Zeitalter, ganz ohne Weihrauch. Für mehr Effizienz auf dem Weg in den Himmel!

Assets, Objects, Points: Was Structured Journalism bringen kann

Warum ist der leidige Artikel eigentlich immer noch das Standardformat im Web? Florian Steglich und Thom Nagy von der NZZ haben zusammen mit Sebastian Horn von Sourcefabric über journalistische Stories als Summe von Datenpunkten gesprochen. Hier sind die Folien. Alles sehr einleuchtend, für Journalisten und vor allem Nutzer sehr praktisch – und gleichzeitig frustrierend: Was hier beschrieben wird, ist zwar technisch möglich, passiert bisher aber nur in einigen Ausnahmefällen und in Apps.

Drachenväter: Wie Offline-Rollenspiele die virtuelle Realität formten

Konrad Lischka und Tom Hillenbrand haben es irgendwie hinbekommen, auf der re:publica nicht für ihr großartiges, über Crowdfunding finanziertes Rollenspiel-Geschichtsbuch „Drachenväter“ Werbung zu machen. Stattdessen haben sie erklärt, wie wir alle heute noch mit Elementen aus den Rollenspielen der vergangenen Jahrzehnte in Berührung kommen. Denn die Spiel- und Regelmechanismen leben in Software fort, in Konsolengames und Handyspielen. 5000 Erfahrungspunkte!