Han Kang: The Vegetarian

Worum geht’s: Yeong-hye beschließt nach einem dunklen Traum, kein Fleisch mehr zu essen. Ihr Ehemann versteht das nicht, redet aber auch nicht mit ihr. Ihre Familie versteht es auch nicht. Ihr Vater versucht, ihr das Fleisch einzuprügeln. Sie wird verrückt, der Mann verlässt sie. Der Mann ihrer Schwester lebt eine sexuelle Phantasie mit ihr aus. Sie landet in einer geschlossenen Anstalt. Es nimmt kein gutes Ende.

Worum geht’s wirklich: Sex und Gewalt in strukturell völlig kaputten Beziehungen. Wer nicht spricht und sich nicht wehrt und erklärt, wird einfach nicht in Ruhe gelassen. Der Körper bleibt der letzte Rückzugsort. Wer ist da eigentlich verrückt? Außerhalb Südkoreas wurde das Buch für seine Fremdartigkeit gelobt, was allerdings eine recht ethnozentrische Sicht auf die Geschichte ist.

Lohnt sich das: Unangenehm und verstörend. Ja.

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