„We are Anonymous“

We are Anonymous. Die Maske des ProtestsZusammen mit meinen Netzwelt-Kollegen Christian Stöcker und Konrad Lischka habe ich „We are Anonymous. Die Maske des Protests“ geschrieben. Das Buch ist im Februar 2012 erschienen.

In dem Buch erkunden wir, wie das Web-Kollektiv entstanden ist, was die Namenlosen wollen und wie das mit Katzenbildern zusammenhängt. Dazu haben wir mit Anonymous-Anhänger gesprochen, in Chats und ganz in echt, Interviews mit Forschern geführt und in Webarchiven gegraben. Das Ergebnis ist „We are Anonymous“, veröffentlicht bei Goldmann, 256 Seiten, 8,99 Euro.

Inhalt

1. Ursuppe 4chan. Anonymous lernt sich kennen
Wie aus einem anarchistischen Webforum der Schmelztiegel der Internetkultur werden konnte und was niedliche Katzenfotos mit Sexbildern zu tun haben. Dann: wie Anonymous zwischen 2005 und 2007 zu Bewusstsein gelangte. Außerdem: Voldemort tötet Snape, Besuch beim Neonazi und Hacker auf Steroiden.

2. Project Chanology. Die erste Generation
Anonymous legt sich mit der Psychosekte Scientology an – und wagt sich hinter dem Rechner hervor, hinaus auf die Straße. Was im Jahr 2008 noch passiert ist: Hakenkreuz bei Google, die privaten E-Mails von Sarah Palin und fünf Milliarden Dollar Kursschwankung.

3. Masken und Manifeste. Was Anonymous zusammenhält
Was es mit der grinsenden Guy-Fawkes-Maske auf sich hat, wie die Video-Botschaften entstehen und wie es 2009 um das Projekt Chanology steht. Außerdem in diesem Jahr: Porno-Angriff auf YouTube, die Wahl in Iran und ein US-Provider blockiert den Zugang zu 4chan.

4. Operation Payback. Rache für WikiLeaks
Die Anonymous-Subkultur hat ein neues Ziel, und eine neue Online-Armee sammelt sich 2010 zum Angriff. Dann muss Julian Assanges Enthüllungsplattform WikiLeaks verteidigt werden – und das FBI holt zum Gegenschlag aus.

5. Hacker und Trolle. Die vielen Arme von Anonymous
Eine radikale Anonymous-Ausgründung, die Hacker-Truppe LulzSec, sorgt 50 Tage lang für Angstschweiß bei Website-Administratoren. Außerdem hilft Anonymous 2011 den Aufständischen des Arabischen Frühlings – und schon wieder müssen Web-Aktivisten ins Gefängnis.

6. Occupy überall. Anonymous weltweit
Ist die Wall Street zu mächtig geworden? Die Occupy-Bewegung protestiert gegen die Finanzindustrie, die Anonymous-Grinsemaske ist jedes Mal mit dabei. Aber hat das noch mit dem Internet zu tun? Außerdem legen sich Anons mit der deutschen Gema und der mexikanischen Drogenmafia an.

Stimmen zum Buch

„Eine gute Zusammenfassung der historischen und kulturellen Entwicklungen, von den spaßigen Anfängen bis zur Politisierung vieler.“
Markus Beckedahl, netzpolitik.org

„Spannende Einblicke in eine neue Protest- und Aktivismus-Kultur, die gerade dabei ist, politische Aufmerksamkeitsökonomie dauerhaft zu verändern.“
Marc Hippler, Stuttgarter Zeitung 

„Anschaulich beschreiben die Autoren, wie aus einer blubbernden schamlosen Mischung aus Rassismus, Schwulenfeindlichkeit, Kreativität und Originalität ‚Anonymous‘ hervorgegangen ist.“
Philip Banse, Deutschlandradio Kultur

„So spannend wie lehrreich.“
Eva-Maria Träger, Märkische Allgemeine

„Eine gute Einführung in die Welt des digitalen Protests.“
Carlos Hanimann, Die Wochenzeitung

„Laien können viel über Hacktivismus lernen.“
Patrick Breuth, Zeit Online

Auszüge aus „We are Anonymous“

Im Berliner Tagesspiegel ist am 6. März mit „Anonymous und Occupy: Hinter der Maske“ ein gekürzter Auszug aus dem Buch erschienen. Auf Spiegel Online haben wir „Das dunkle Herz des Internets“ veröffentlicht, einen Teil des Kapitels über das Webforum 4chan.