2011. Ein Jahr in Arbeit

Erschienen am 2.1.2012

Januar
Ich bin im Berliner Büro von Spiegel Online, es ist bitterkalt und schneit. Die Innenminister fordern die Speicherung von Vorratsdaten. Déjà vu, anyone?

Februar
Mein Volontariat geht zu Ende, ich bin nun Redakteur im Ressort Netzwelt bei Spiegel Online in Hamburg. In diesem Monat beschäftigen mich unter anderem WikiLeaks und E-Mails der NPD. Aus Solidarität zu allen Wissenschaftlern zeige ich Guttenberg in Berlin den Schuh.

März
„Privatsphäre ist sowas von Eighties“

April
Ich sage dem Kernkraftwerk vor der Haustür Guten Tag, besuche die Re:Publica in Berlin und schaue in meinem Telefon nach, wo es überall gewesen ist. Unter anderem an der Henri-Nannen-Schule, da war ich Dozent, und in Kopenhagen. Da fährt von Hamburg aus ein dieselbetriebener ICE hin. Podiumsdiskussion zur Spackeria in Berlin.

Mai
Ich schreibe über Sony und die Piratenpartei. Maria Marquart und ich gewinnen den dritten Platz beim Axel-Springer-Preis für junge Journalisten. Thomas Dybdahl spielt in Hamburg. Online-Talk zur „Digitalen Gesellschaft“ auf DRadio Wissen.

Juni
kino.to wird hochgenommen, rund 48.000 Facebook-Nutzer empfehlen das. Die Chefs von Sony und Universal Music in Deutschland beschweren sich über die Gema.

Juli
Der Cyberwar bricht aus. Zumindest in den Köpfen. Ich kommentiere die Denkfehler der Scharfmacher Uhl & Co. Wie wird das Netz in fünf Jahren aussehen? Wieder an der Nannen-Schule als Dozent. Urlaub in Irland. Es regnet viel und ich surfe zum ersten Mal. „I’ll be your mirror“-Festival in London. Portishead, Caribou!

August
Netzkommentar auf DRadio Wissen.

September
In meiner alten Landeshauptstadt treffen Facebook und Datenschutz aufeinander. „Freiheit statt Angst“-Demo in Berlin. Piratenpartei. Ich besuche die Tokio Game Show und esse viel Ramen. @gutetexte geht an den Start. Neue Aussicht.

Oktober
Der Staatstrojaner. Telecomix im gedruckten Spiegel: „Revolutionshilfe aus Berlin“. Christian Hellers Post-Privacy-Buch.

November
Ich spiele „Battlefield 3“ und bin entsetzt und begeistert. Ich schreibe ein Buch. Außerdem zu Gast an der Uni Hamburg im Journalistik-Studiengang, Thema Web-Recherche.

Dezember
Ich sehe eine Hacker-Doku, wenig später die Protagonisten in echt auf dem 28C3. Ramen in London ist nicht ganz so toll, dafür super indisches Essen. Und Beigel.

Ausgelagertes Gedächtnis, all zu private Details ausgespart. Was für ein Jahr! Natürlich noch viel mehr vorgehabt und deswegen leicht unzufrieden, dabei alles sehr, sehr großartig.